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Davon träumen kleine Jungs und so mancher „Sehmann“ an Elbe- oder Weserdeich: Einmal mit einem der vorbeiziehenden Frachter mitzufahren. Und dieser Wunsch ist realisierbar. RobMar Seereisen vermittelt interessante Schiffe und Fahrtgebiete. Speziell in der Containerfahrt, die von deutschen Reedereien dominiert wird, werden Kabinen für Gäste vorgehalten. Reizvolle Kurzreisen mit einer Dauer von einer Woche führen von Nordseehäfen nach Spanien, Irland und in den skandinavisch- / baltischen Raum und enden in der planmäßigen Linienfahrt im Ausgangshafen. Die hier eingesetzten Schiffe haben Tragfähigkeiten zwischen 3.000 und ca. 10.000 Tonnen und laufen Geschwindigkeiten von 12 bis zu 20 Knoten. Bei ca. 10 Mann Besatzung darf die Anzahl der Passagiere nicht zu groß sein, um Störungen im Dienstbetrieb zu vermeiden. Vier oder fünf Passagiere werden aber gerne akzeptiert. Der Umgangston ist freundlich, oft fast familiär. Die kleinen Besatzungen der Küstenmotorschiffe sind wegen vieler Hafenanläufe und Kanalpassagen stark beansprucht. Kapitäne und Offiziere nehmen sich dennoch den Fragen interessierter Fahrgäste an und erklären die komplexe Technik, die für den Betrieb eines modernen Frachtschiffes erforderlich ist. In Absprache mit dem Schiffsführer stehen fast alle Einrichtungen an Bord offen, wobei der schwimmende Betrieb direkt studiert werden kann. Etwas Einfühlungsvermögen sollten die Gäste zeigen, um den an Bord arbeitenden Menschen nicht das Gefühl permanenter Beobachtung zu vermitteln und deren Privatsphäre zu achten. In den Häfen bieten sich Landgänge an, deren Dauer mit dem Kapitän abzustimmen ist. Die Hafenliegezeit des Schiffes richtet sich nach der umzuschlagenden Ladungsmenge. Das können einige Stunden sein, ein halber Tag, manchmal auch 24 Stunden. Doch für Seereisen-Fans ist der Weg das Ziel. Ohne großen Rummel im Liegestuhl an Deck liegen, die Schärenlandschaft Skandinaviens genießend oder die reizvollen Revierfahrten auf Flüssen und Kanälen zu erleben, machen für Landratten den wahren Sinn einer Frachtschiffsreise aus. Dazu kommt die Verpflegung mit drei warmen Mahlzeiten pro Tag, die den Gästen in der Offiziersmesse serviert wird, die allerdings nicht dem hohen Niveau auf Kreuzfahrtschiffen entspricht. Relativ lange Reisen stehen ebenfalls auf dem Programm. 4 - 5 Wochen dauert eine Rundreise ab Hamburg/Rotterdam/Antwerpen mit schnellen 20.000-Tonnern ins östliche Mittelmeer oder 5 Wochen mit einem „Bananendampfer“ in die Karibik und nach Mittelamerika. Auch der „Rest der Welt“ steht Passagieren offen. Großcontainerschiffe unter deutscher Flagge eröffnen Reisemöglichkeiten ab Nordsee- oder Mittelmeerhäfen in den Fernen Osten und darüber hinaus über den Pazifik bis nach Kalifornien. Touristen mit weniger Zeit buchen Teilstrecken, so zum Beispiel nach Sri Lanka oder Singapur in 16 bzw. 22 Tagen. Eine andere Variante ist die Möglichkeit beispielsweise nach Singapur zu fliegen, um nur die Fernost-Küstenreise (China, Taiwan etc.) zu absolvieren. Großschiffe haben ein deutlich größeres Raumangebot. Neben Einzelkabinen sind Zweiraumappartements mit Wohnflächen von 20 bis 35 Quadratmetern keine Seltenheit. Außen- oder Innenpools gehören ebenso zur Ausstattung wie Sportraum, Bar- oder Klubraum. Standard sind Klimaanlagen für die Tropenfahrt. Großcontainerschiffe erreichen Dienstgeschwindigkeiten bis zu 25 Knoten und mehr. So können pro Tag über 1. 000 Kilometer zurückgelegt werden. Deutsche Frachtschiffe mit Passagiereinrichtungen sind auf allen wichtigen Routen des Weltseeverkehrs im Einsatz. Wer drei Monate Zeit, kann an eine komplette Rund-um-die-Welt-Reise buchen und dabei den Panama- wie auch den Suez-Kanal passieren. Legt man Wert auf etwas längere Liegezeiten, bieten sich im Rund-um-die-Welt-Dienst Schwergutfrachter an, die für die Reise gute 4 Monate benötigen und dabei einige exotisch anmutende Häfen bedienen. Ein anderer Superlativ: Der unter deutscher Flagge und Schiffsführung betriebene größte Trockenfrachter, die „PARADISE N“. Mit 322.398 Tonnen Tragfähigkeit stellt der Erzfrachter alle bisher im Passagiertransport eingesetzten Schiffe in den Schatten. „PARADISE N.“ ist ein Trampschiff, fährt damit in keinem festen Fahrplan und ist häufig zwischen dem italienischen Hafen Taranto und Tubarao in Brasilien oder mit Bestimmungshafen Rotterdam im Einsatz. Für Hin- und Rückreise werden ca. 45 Tage benötigt. Große Überseeschiffe haben in der Regel eine Besatzung von 20 bis 25 Personen. Unter deutscher Flagge sind die Kapitäne deutscher Nationalität, häufig auch einige weitere Mitglieder der Besatzung. Ein klassischer Stewardservice darf nicht erwartet werden. In der Überseefahrt werden die Kabinen einmal wöchentlich gereinigt, Bettwäsche und Handtücher getauscht. In der kleinen europäischen Fahrt steht kein Steward zur Verfügung. Die Kabine wird vor dem Eintreffen des Gastes vorbereitet und dieser muss sich während der Reise selbst darum kümmern. Ein Aspekt ist die Sicherheit an Bord und im Hafen. An Bord finden in vorgeschriebenen Abständen Brandschutzübungen und Bootsmanöver statt, verbunden mit Instruktionen für das Verhalten im Notfall. Viele neue Frachter sind mit Freifallrettungsbooten ausgerüstet, ein ausgezeichnetes kollektives Rettungsmittel, das in dieser Form selbst auf neuesten Kreuzfahrtschiffen nicht anzutreffen ist. Frachtschiffsreiseagenturen haben für ihre Kunden spezielle Reiseversicherungen abzuschließen, darunter eine Deviationsversicherung, falls das Schiff wegen Erkrankung eines Passagieres von der geplanten Fahrtroute abweichen muss. Kompetente reisemedizinische Beratung erhalten Sie durch klicken auf die Schaltfläche TRAVEL MED (Logo im unteren Teil dieser Info’s!). An Bord eines Frachters befindet sich kein Arzt, aber ein Hospital mit Bordapotheke. Während des Studiums werden nautische Offiziere für die medizinische Notfallversorgung ausgebildet. Passagiere, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, müssen einen vom Hausarzt attestierten Reisefähigkeitsnachweis vorlegen. Die Altersgrenze für die Teilnahme an einer Frachtschiffsreise wird von den Schifffahrtsgesellschaften unterschiedlich festgelegt. Sie liegt bei 75, 79, oder 84 Jahren. Weitere Einzelheiten sind bei RobMar Seereisen zu erfahren, die im übrigen die Passagiere mit detaillierten Hinweisen bezüglich der Einschiffung auf die Reise schickt. Was die Kosten einer Frachtschiffsreise betrifft, so klicken Sie bitte auf die Schaltfläche Routen und Preise. Ausdrücklich wird auf anfallende Zusatz- kosten hingewiesen die Ein-/Ausschiffung, Versicherungen und Hafengebühren. Nebenkosten während der Reise für Einkäufe aus der Schiffskantine fallen gering aus, da Spirituosen und Tabakwaren zollfrei verkauft werden, auch nach Wegfall des zollfreien Verkaufs innerhalb der EU, da Frachtschiffe von der Regelung ausgenommen wurden. Die Preise für Mineralwässer, Limonaden und Bier entsprechen etwa denen heimischer Getränkemärkte.
Frachtschiffsreisen sind eine Nische in der Seetouristik und nicht einfach eine preiswerte Alternative zur Kreuzfahrt. Erfahrene maritim orientierte Touristen wissen häufig beide Reiseformen zu schätzen, denn Kreuzfahrtschiffe gestalten die Fahrpläne nach den jahreszeitlich meist ruhigen Schönwetterzonen. Dagegen durchpflügen Frachter zu jeder Jahreszeit die Meere, haben naturgemäß häufiger mit schwerer See zu kämpfen und einige von ihnen sind für die Winterfahrt so verstärkt, dass sie in Seegebieten wie der Ostsee ohne Eisbrecherassistenz mächtige Eisdecken forcieren. Passagiere ‚erfahren’ so die robuste Seefahrt mit einem Schuss Abenteuer.
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